Schlafmangel erhöht das Infektionsrisiko
Während Schlafmangel früher einfach nur ein Synonym für Tagesmüdigkeit und nachlassende Leistungsfähigkeit war, hat der Schlafentzug heute durch seine negative Wirkung auf unseren gesamten Organismus eine neue Bedeutung erhalten. Es gibt nämlich keinen Bereich unserer Gesundheit, der durch unzureichenden Schlaf nicht Schaden nähme.
Den Schlaf können wir als einen der wichtigsten Treibstoffe des Immunsystems betrachten. Mehrere klinische Untersuchungen haben bereits belegt, dass die Selbstheilungsprozesse unseres Körpers während des Nachtschlafs intensiver und wirksamer ablaufen als am Tag. Die Soldaten unseres Immunsystems, die sogenannten T-Zellen, zeigen nämlich nachts eine größere Aktivität als tagsüber. Gerade deshalb müssen wir unseren Körper, wenn wir mit einer Infektion kämpfen, täglich mit mindestens 2 Stunden zusätzlicher Schlafzeit unterstützen.
Der Schlaf sichert unserem Organismus also einen Ruhezustand ohne Stress, in dem er sich besser auf die Abwehr und die Selbstheilung konzentrieren kann. Gerade deshalb führt der wirklich erholsame, regenerierende Schlaf langfristig zu schnelleren Heilungsphasen und verringert auch die Anfälligkeit für Infektionen.
Die zerbrechlichen Zusammenhänge von Schlaf und Gesundheit veranschaulicht gut, dass bereits ein Schlafdefizit von nur 4 Stunden die Aktivität der T-Zellen um 70 % senkt, was eine eindeutige Erklärung dafür liefert, warum der Körper im Zustand des Schlafmangels gegenüber entzündlichen und infektiösen Erkrankungen wehrloser ist. Es gibt aber auch eine Untersuchung, aus deren Ergebnis bekannt ist, dass im Zustand chronischen Schlafmangels auch die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung abnimmt. In pandemischen Zeiten müssen wir alle also noch verstärkter darauf achten, dass unser Körper Schlaf in ausreichender Menge und Qualität erhält!
