Weitere Gedanken über den gesunden Schlaf
Für die Erhaltung unserer Vitalität und Gesundheit spielen die Regeneration und der richtige, wirklich erholsame Schlaf eine ebenso wichtige Rolle wie die gesunde Ernährung oder die regelmäßige körperliche Bewegung. Wie unsere Lebensführung und unser Speiseplan erfordert auch die Gestaltung unseres Schlafzimmers ein gewisses Maß an Bewusstheit, deshalb lohnt es sich, vor dem Matratzenkauf das Regelwerk der gesunden Erholung durchzugehen. Die grundlegende anatomische Bedingung des erholsamen, gesunden Schlafs ist, dass die Schlafstatt beziehungsweise die Matratze neben der komfortablen Körperaufnahme und dem Folgen der Körperkontur eine angemessene Abstützung der Wirbelsäule bietet. Im Idealfall behält unsere Wirbelsäule in Seitenlage ihre gerade Form und auf dem Bauch oder Rücken liegend ihre konkave und konvexe Form. Das heißt, bei idealer Abstützung der Wirbelsäule bewahrt die Tragachse unseres Körpers ihre natürliche Form, und da die tragende Funktion nachts unsere Schlafstatt übernimmt, kann die neben der Wirbelsäule verlaufende Muskulatur entspannt ruhen. Zugleich braucht unsere mit der Schlafstatt beziehungsweise der Matratze in Berührung kommende Körperoberfläche ein weiches, komfortables aufnehmendes Milieu.
Die wichtigste Anforderung ist, dass auf der Körperoberfläche keine Punkte hohen Drucks entstehen, denn in diesen Regionen wird durch den Druck der Blut- und Lymphfluss behindert, was Taubheitsgefühl und häufiges Herumwälzen, also unruhigen Schlaf zur Folge hat. Es ist leicht einzusehen, dass all diese Anforderungen nur eine individuell abgestimmte Schlafstatt beziehungsweise Matratze restlos erfüllen kann, wählen Sie deshalb die Matratze nach unserem Körpergewicht, also danach, welches Gewicht die Schlafstatt tragen muss, nach unserem Körperbau und unseren häufigsten Schlafpositionen, also danach, wo an unserem Körper jene Zonen liegen, an denen Punkte hohen Drucks entstehen können!Im vergangenen Jahrzehnt haben die Hersteller hochwertiger Schlafzimmerprodukte viel für die Schaffung eines gesunden Schlafmilieus getan. Es gibt zahllose innerhalb und außerhalb der Matratze verwendete Materialien, die von Natur aus milbenabweisende und/oder bakterientötende Eigenschaften besitzen. Daneben haben sich auch zahlreiche konstruktive Lösungen verbreitet, die im Matratzenkörper eine ständige Luftströmung oder Durchlüftung bewirken, sodass in modernen Matratzen kein warmes, feuchtes, klammes Milieu mehr entsteht, das der Vermehrung eines der häufigsten Allergene, der Hausstaubmilbe, förderlich ist. Das richtige Klima spielt selbstverständlich auch für die Qualität unseres Schlafs eine wichtige Rolle.Unter den Matratzenbezügen verwenden zum Beispiel die als „intelligent“ bezeichneten Typen solche Grundstoffe und Technologien, die auch die Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung der Umgebung des menschlichen Körpers übernehmen, ja sogar für die richtige aromatherapeutische Verwöhnung sorgen. In bestimmten Situationen erfordert unser Körper eine von der Gewohnheit abweichende Pflege. Bei zeitweiligen Wirbelsäulen- oder Gelenkbeschwerden, bei Frauen aber auch in den Monaten der Schwangerschaft kann sich der Liegekomfortbedarf des Körpers ändern, das heißt, je nach Zustand verlangt er dann eine härtere oder weichere Schlafstatt beziehungsweise Matratze. In diesen Zeiten können uns die sogenannten Topper oder Auflagematratzen helfen, mit denen sich die Härte der Liegefläche wirksam beeinflussen lässt. (Entgegen dem Volksglauben und der Werbung lässt sich eine schlechte, durchgelegene Schlafstatt mit einer wenige Zentimeter dicken Auflagematratze jedoch nicht verbessern!) Falls Ihre Bewegungsapparat- und Gelenkprobleme dauerhaft werden oder Sie vielleicht bereits einen operativen Eingriff hinter sich haben, holen Sie in jedem Fall die Meinung Ihres behandelnden Arztes zu den Parametern der idealen Schlafstatt ein! Experimentieren Sie nicht, beziehen Sie Ihre Informationen nicht nur aus dem Internet: Die Ansprüche können von Fall zu Fall unterschiedlich sein! (Bei Wirbelsäulenproblemen gibt es zum Beispiel Patienten, denen die ausgesprochen stabile Abstützung und eine harte Matratze empfohlen wird, und solche, denen ein dynamisch abstützender gebogener Lattenrost und eine mittelharte Matratze empfohlen wird.)
